Ein besonderer Kraftplatz

Ein besonderer Kraftplatz

Ich sitze gerade in meinem Hotelzimmer in Triest. Mein Sohn schläft noch und ich habe Zeit, alles aufzuschreiben und zu verarbeiten, was ich in den letzten Tagen erlebt  habe. Ich bin innerlich durch einiges durchgegangen. So ist das bei mir oft, wenn ich Plätze besuche, dich ich als Kraftplätze erlebe. Die Begegnung und Öffnung für die jeweilige Energie des Ortes, verändert immer etwas in mir – löst etwas aus.

Eine wundervolle Reise zu mir, fühle ich gerade. Begegnungen mit Menschen und Orten geben mir Puzzlesteine zurück, wer ich bin, wie ich bin und was noch alles in mir steckt.

Angefangen hat alles letzte Woche. Ich hatte in letzter Zeit das Gefühl, ich brauche ein paar Tage frei um mir Zeit für mich zu nehmen, um zu spüren, wo und wie soll es für mich weitergehen. Ich bin selbstständig und es war echt dicht in den letzten Wochen. Was ja wirklich eine große Freude in mir auslöst.

Gleichzeitig spüre ich – es ist wichtig immer wieder innezuhalten und hinzuspüren, was will gelebt werden, wo zieht es mich hin, was flüstert mein Herz mir zu.… im Alltagsgetriebe ist da oft nicht genug Raum und Zeit für solche Richtungsentscheidungen.

Also was tun? Einen Plan entwerfen, der folgendermaßen aussah – Betonung auf aussah ;-)). Ich nehme mir eine Woche frei und bleibe zuhause, unternehme wenig und nehme mir viel Raum für die Begegnung mit mir. Klingt sehr gut finde ich. War nun aber ganz anders, aber Mexiko hat mich das ja schon gelehrt. Es einfach anzunehmen, eine Intention zu setzen, sie ins Feld zu geben und dann zu schauen was passiert?! Dabei ist es für mich ganz wichtig offen zu sein. In der Ausrichtung klar zu bleiben und offen zu sein, dafür was das Feld antwortet.

Für mich war dieses Wochenende offensichtlich was anderes stimmig, also ich es mir vorgestellt hatte. Der Weg zu mir – zu meiner Essenz – zum Spüren welche  Richtung beruflich für mich gut ist, sieht anders aus als ich mir vorgestellt hatte. Alles klar. Ich bin offen.

Letzten Donnerstag bin ich auf Facebook, plötzlich macht es bing…eine Textnachricht von einer lieben Freundin. Du wir fahren nächstes Wochenende nach Schio, Italien, da zieht es mich schon länger hin. Wir schreiben hin und her. Plötzlich der Vorschlag: Magst nicht mitkommen? Wir fahren morgen früh los.

Mein Herz klopft? Mag ich?

Ich spüre kurz hinein, weiß fast nichts von dem Ort, außer dass er in der Nähe von Padua ist und dass dort Marienerscheinungen waren.

Ja! Schreibe ich – ich glaube ich komme mit! Juhuu – so eine Freude in mir. Es geht wieder auf eine Reise. Kurz zwar, aber ich werde mich bewegen – unterwegs sein. Da spüre ich immer gleich große Vorfreude. Dann kommen einige Schwierigkeiten, ein kranker Sohn und Terminkollisionen. Ich bleibe innerlich klar ausgerichtet. Ich möchte dahin. Wenn ich dahin soll, liebes Universum, bitte mache es möglich.

Es fügt sich, ich kann fahren. Am Freitag greife ich zum Handy um Michaela anzurufen, dass ich fix komme. Es ist 11.11 als ich die Nummer wähle. Nice.

Ich google den Ort und finde einen Artikel, indem über die Marienerscheinungen berichtet wird und bin plötzlich echt baff. Schio wird in Verbindung gebracht mit dem Ort in Mexiko wo ich in der Inglesia de Guadeloupe war. Gibt´s ja nicht. Obwohl eigentlich ja naheliegend.

Ich fühle deutlich ich bin geführt.

Es ist so schön. Alles was ich mir immer wieder denke, plane, kreiere…ich bin geführt. Es kommt so wie es kommen soll, wie es in der Tiefe stimmig ist für mich.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich mich wirklich wahnsinnig lebendig fühle wenn es ans verreisen geht. Ich liebe es unterwegs zu sein, egal ob mit Auto, Bahn oder Flieger. Wenn die Landschaft vorbeizieht, ich gute Musik höre und mich aus dem Fenster träume… dann fühle ich intensiv – ich bin frei, alles ist möglich.

Der Tag vor der Abreise war dermaßen angefüllt. No words…aber am Samstag in der Früh, 3 Stunden später als geplant, sitzen mein Sohn und ich im Auto Richtung Udine.

Bei der Ankunft in Schio bricht gerade ein Riesen Gewitter inklusive Wolkenbruch los. Wir smsen: wir sind da! Keine Antwort. Okay, wir hatten nichts ausgemacht wo wir uns trefffen. Beim Besprechen vorher, hatte ich lapidar gemeint, so wie ich uns kenne, treffen wir uns in Schio ohne, dass wir etwas ausgemacht haben. Nun gut. Also los. Wir suchen ein Hotel. Es ist klar wir wollen etwas Feines, mein Sohn und ich. Nach circa 4 Runden durch die Stadt, landen wir vor einem Hotelkasten, außen nicht so ansprechend: Das Miramonti. Mein Sohn ist sich sicher, da sind unsere Freunde auch. Ich bin am zweifeln.

Plötzlich läutet das Handy, ja wo seid ihr denn? Wir sind im Miramonte. Puh. Also doch, so einfach. Wir treffen uns sowieso, wenn wir uns treffen sollen. Ich freue mich voll… einchecken und dann los auf eine Pizza und einen Vino rosso. Michaela zeigt mir einige Bilder vom Kreuzweg und den – schon auf den Fotos fühlbaren – Kraftplätzen. Ich bin aufgeregt und voller Vorfreude.

Schio ist ein wundervoller Ort, in Vincenza bei Padua. Ich fühle mich vom ersten Augenblick an wohl. Keine Touristen, Italien pur, rötlich-erdfarbene & gelbe Häuser, Fensterläden, Bars, eben Italienfeeling. Wundervoll. Der Dom von Schio hat eine so kraftvolle Ausstrahlung, mäjestetisch und öffnend nach oben hin. Es ist nicht leicht sich innerlich Zugang zu verschafffen, er öffnet sich nicht beliebig fühle ich. Ein sehr kraftvoller Platz und Ort.

Den nächsten Tag beginnen wir mit Cappucino und Cornetto con Crema in der Bar auf der Piazza. So lässt es sich leben. Die Italiener wissen wie man, dass Leben genießt und zelebriert, denke ich… Danach fahren wir zum Monte de Cristo wo sich der Kreuzweg befindet.

Ich möchte an dieser Stelle kurz etwas einfügen: Ich bin katholisch groß geworden, war als Kind viel in der Kirche und habe es teilweise geliebt, den Weihrauch, die Rituale und Gebete. Aber mit einem anderen Teil der Kirche konnte ich gar nicht. Also bin ich mit 20 Jahren ausgetreten, das war stimmig. Ich habe eine Aversion gegen strikte Regeln, Dinge nicht hinterfragen, ich mag es nicht in Sünden zu denken und konnte mich in ielem anderen nicht wiederfinden.

Als ich im März in Barcelona bei Damien Wynne war, hat sich bei mir in der Tiefe etwas verändert. Ich konnte eine – wie ich spüre – eigene Verbindung zu Gott fühlen, zu seiner Enität, und ich fühlte plötzlich – es ist nicht das Universum per se, mit dem ich mich verbinde – es ist Gott. Über Gott bin ich mit allem verbunden.

In Liebe und im Vertrauen.

So meine Erfahrung, hier nur kurz wiedergegeben. Der Satz von Damien, ich bin ein Kind Gottes, hat so viel geheilt in mir. Seit dem fühle ich  wie ich immer wieder direkte Worte an Gott richte und in Verbindung bin. Das Buch von Yogananda hat dann interessanter Weise auch noch in der Tiefe beigetragen dazu, dass ich meine Verbindung zu Gott besser spüren kann und ihr Vertrauen kann.

Gott ist für mich überall, mein Vati hat immer gesagt, ich muss nicht in die Kirche gehen um Gott zu spüren, für mich ist er im Wald, in der Natur…das hat mich als Kind schon sehr angesprochen. Ich ergänze noch und in den anderen Menschen, also überall, er ist eine universelle Urkraft. Die ich jenseits des kirchlichen Zugangs immer stärker erfahre und spüre.

Ich bin jemand, der grundsätzlich offen ist. Anderen Menschen gegenüber, Orten gegenüber, ich bin gerne frei und offen, verurteile nicht schnell und bin eben auch offen, mir einen Kreuzweg anzusehen und ihm in der Tiefe zu erlauben mich zu  berühren und zu öffnen, weil ich dahinter, hinter dem katholischen Zugang, noch eine andere Urkraft spüre, die wirkt und webt.

Bereits die erste Station ist so intensiv spürbar, am Monte Christo, es ist ein Weg der duftet und es blüht aller Orten. Eine ganz feine klare Liebesenergie ist spürbar. Wir öffnen uns für das Feld und lassen uns berühren. Ich fühle wie ich langsam in die Öffnung gehe. Ich spüre Grenzen und Blockaden in mir und lasse die Liebesenergie des Platzes zart in mich einfließen.

Ganz zart und achtsam. Gut mit mir in Kontakt. Ich fühle Liebe. Universell und Heilsam.

Es ist für mich etwas ganz besonderes hier mit Michaela zu sein. Wir haben eine sehr starke spirituelle Verbindung und unsere Begegnung hat für mich so viel in mir geöffnet, ich bin so voller Freude und Dankbarkeit über diese wertvollen Begegnungen. Wenn wir gemeinsam sind, dann öffnet sich ein Raum und ein Feld der Liebe und der Weite, das ist unbeschreiblich schön für mich. Wie ein Teil von mir, fühle ich diese Freundin und Weggefährtin. Ein wundervoller Spiegel.

Nun sind wir gemeinsam hier und spüren in die Energie der Plätze hinein, öffnen uns dem Kraftfeld und lassen uns ein, auf die tiefe Begegnung die wir als sehr geführt erleben.

Wir kommen zu einem Platz, den wir stark mit der Energie der Mutter Erde verbinden. Ich spüre augenblicklich einen starken Kraftstrom in mich hineinfließen. Unbeschreiblich. Ich öffne mich und es fließt Energie, Liebe & Geborgenheit aus der Erde zu mir hoch, so intensiv habe ich das noch nie gefühlt. Ich spüre ich bin versorgt, geliebt, genährt und geborgen. Mutter Erde hält mich in ihrer schützenden Hand. In Liebe. Für immer. Ich erlebe jetzt hier beim Schreiben, dass die Worte fast unzureichend sind und will es dennoch versuchen, sie Brücke sein zu lassen zu dir.

Diese Energie arbeitet sich hoch durch meine Beine, in die Hüften, wo ich starke Wärme und Pulsieren spüre und weiter bis hinauf ins Herz und zum Kopf. Es ist so intensiv, mein Atem geht kräftig und ich spüre mein System arbeitet auf Hochtouren, um diese wundervolle nährende Frequenz zu integrieren. Dann erscheint eine Wesenheit, die wir beide wahrnehmen und wir spüren, dass sie näher kommt, uns berührt und ihre Energie zu uns fließen lässt.

Es fühlt sich liebevoll und so segensreich an. Gleichzeitig wahnsinnig kraftvoll. Durch meine Hände fließt ein Kraftstrom an Energie, es pulsiert nur so. Wir tauschen uns aus, sprechen miteinander, schauen uns in die Augen und dadurch wird das Feld noch intensiver und tiefer fühlbar. Ich spüre wie sich die Intensität steigert.

Im Weitergehen ist fühlbar, wieviel da passiert, wie ich verarbeite, wie es gut tut, zwischen den Plätzen zu gehen, den pulsierenden Bach – sein Plätschern und die wundervoll reinigenden Elementarwesen zu spüren. So klärend und aktivierend.

So arbeiten wir uns hoch von Station zu Station, Michaela bekommt wertvolle Botschaften für sich und macht Notizen in Form von Bildern, die mich wiederum in der Tiefe berühren und in mir etwas aktivieren. Ich verstehe. Ich spüre. Mir fehlen Worte. Es ist so ein unbeschreibliches Geschenk hier gemeinsam zu sein.

Wir fühlen, es ist so wichtig aus dem Herzen heraus eine Vision zu kreieren, ihr Raum zu geben, sie zu fühlen und dann den Samen ins Feld zu setzen und zurückzutreten. Ihn im Vertrauen zu setzen und dann offen zu sein für das, was kommt. Offen zu sein für die Fügungen die sich auftun. In der Ausrichtung klar zu bleiben und gleichzeitig beweglich. So schön unser Austausch, ich fühle mich befruchtet und inspiriert.

Am Gipfel des Monte Cristo – es läutet gerade die riesige Glocke wie wir hochkommen – durch den Klang fühle ich wie alte Verkrustungen und Schichten in mir aufbrechen und sich lösen- steht eine Statue der Mutter Maria, mit weit geöffneten Armen. Ich stehe davor und fühle wie Liebe in mich flutet. So stark, dass es mir im Kopf rauscht und mir in den Ohren und Augen richtig saust. Ich setzte mich nieder und lasse es fließen zu mir. So heilsam, so klar, so rein, so unschuldig so erfüllend, ich sitze hier länger…bis mein Sohn kommt und dezent anfragt wann wir wieder hinunter gehen.

Am Weg hinunter, gehen wir noch an einer Statue vorbei, auf der Jesus Christus, ein Kind auf seinem Arm hält. Ein kleines Kind, dass seine Arme weit öffnet im Vertrauen, voller Lebendigkeit und Unschuld. Ich fühle die Energie hier als eine liebevolle & klare Aufforderung mein inneres Kind zur Gänze in Liebe anzunehmen….

Beim Hinuntergehen hören wir plötzlich Gebete und viele Menschen. Uns wir augenblicklich & demütig klar – wie geführt wir wirklich sind. Wären wir 2 Stunden später gegangen, wir wären in der katholischen Prozession gelandet und hätten keine Ruhe gehabt, in die Plätze hineinzuspüren so in der Stille und Zeit die wir hatten. Wir waren doch einige Stunden auf diesem Weg, wird uns abends klar.

Wir kommen näher und vor uns ein katholischer Pfarrer mit Mikro, Minestranten herum und dahinter eine Prozession die den Weg versperrt. Über hundert Gläubige, mit Rosenkränzen, Traurigkeit, Buße tun und Schwere. Ich fühle es wird erwartet, dass wir uns auf die Seite stellen und warten bis die Prozession bei dieser Station fertig ist und weitergezogen ist. Schön. Und gleichzeitig fühle ich in mir. Ich will das so nicht tun. Ich will gehen, nicht mich unauffällig auf die Seite drücken.

Also gehe ich los, in die Menge hinein und fühle sie anfangs wie eine Mauer. Ich bin aber klar entschlossen und halte mich am Geländer fest und gehe. Anfangs habe ich den Blick auf den Boden, das fällt mir erst später auf. Michaela und ich reden nachher noch gründlich über dieses Erlebnis und fühlen wieviele wertvolle Erlebnisse, Erkenntnisse und goldene Schlüssel da drinnen stecken. Plötzlich muss ich vom Geländer abweichen, und mitten in die Menge gehen, sie Leute schauen mich echt an, als wären sie sehr gestört, als täte ich etwas fast – nennen wir es heidnisches. Ich spüre wie mein Blick am Boden klebt und entschließe mich hochzuschauen, anfangs ist das echt heftig, aber ich finde mein Strahlen in mir. Erlaube mir wirklich zu strahlen, mein Leuchten von vorher wieder zuzulassen und fleißen zu lassen. Ich muss und will mein Licht nicht dimmen. Also gehe ich die letzten Schritte strahlend durch die Menge, schaue in Augen, sehe Strenge und Schwere und bleibe strahlend.

Was für ein Erlebnis. Ich fühle es als eine wirklich wertvolle Erfahrung, mit soviel Symbolcharakter und sovielen wertvollen Schlüsseln.

Wir sind geführt. In der Tiefe. Wir vertrauen uns dieser Führung und schützenden Hand an. In Demut und Hingabe.  Das ist gefühlt die Energie am Ende dieses wundervollen Tages. Ich schlafe in dieser Nacht tief und fest.

Alles Liebe

Karin

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Michaela Glanzer malt wundervoll kraftvolle Seelenbilder – Schwingungsbilder und Heilsame Bilder:

„Bilder sind eine Sprache der Seele. Eine besondere Energie wirkt durch die Farben und Formen. Ich male individuell angefertigte Bilder, die in Verbindung auf Seelenebene mit dem Energiefeld des Auftraggebers und/oder dem jeweiligen Raum in einem medialen Malprozess entstehen.

Beim Malen eines Seelenbildes bin ich in Kontakt und unterstützt von der geistigen Welt , verbinde mich energetisch mit der Seele und dem Höheren Selbst des Auftraggebers. Die Schönheit und innere Größe, die jedem Menschen innewohnt, wird durch Form und Farbe sichtbar und spürbar.“  Bei Interesse schau doch mal auf ihre wundervolle Homepage:

http://www.michaelaglanzer.at/

2 Comments
  • Andrea Me
    Posted at 13:09h, 27 Mai Antworten

    Wow, wahrlich ein WUNDERsamer Bericht! So schön zu lesen ♡♡

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